Startet Europas Industrie 2026 durch?
Das INDUSTRIEMAGAZIN hat im Jahre 2025 Top-recherchierte Beiträge über die europäische Wirtschaft geliefert, doch waren diese klar in Moll und nicht in Dur gestimmt. Eine depressive Grundstimmung herrschte vor. Zum Jahresbeginn bringe ich Ihnen folgenden Beitrag, um zu zeigen, dass Europas Industrie Innovatives zu bieten hat.
Der Titel des Beitrags "VW, Siemens, Bosch: Europa schlägt zurück: Startet Europas Industrie 2026 durch?" beleuchtet die aktuelle Lage der europäischen Industrie, die zwischen einem massiven wirtschaftlichen Abschwungund einem technologischen Aufbruch steht. Obwohl Europa oft als „kranker Mann“ der Weltwirtschaft bezeichnet wird – belastet durch hohe Energiekosten, Bürokratie und langsame Innovation –, zeigen die Quellen 20 Gründe dafür, warum 2026 ein Comeback-Jahr werden könnte.
Hier ist eine Zusammenfassung der zentralen Themen:
1. Autonomes Fahren und die Rolle von Volkswagen Trotz aktueller finanzieller Schwierigkeiten treibt Volkswagen eines der weltweit ambitioniertesten Projekte für Robotaxis voran.
Der ID. Buzz AD ist ein vollautonomes, serienreifes Fahrzeug mit Level-4-Technologie, das ab 2026 in Städten wie Oslo und Los Angeles (in Kooperation mit Uber) skaliert werden soll.
Während VW die Zukunft plant, führen deutsche Hersteller wie Mercedes-Benz und BMW bereits heute den Markt mit zugelassenen Level-3-Systemen (z. B. Drive Pilot) an, die das Fahren in Autobahnsituationen übernehmen.
Hinter diesen Erfolgen stehen oft „unsichtbare Enabler“ aus Österreich wie TTTech (Sicherheitssysteme), Infineon (Leistungselektronik) und AVL (Testsysteme).
2. Industrielle KI, Robotik und digitale Zwillinge Die Quellen betonen, dass Europa bei der Anwendung von Physical AI und Automatisierung eine führende Rolle spielt, um Fachkräftelücken zu schließen und die Effizienz zu steigern.
Siemens nutzt digitale Zwillinge, um ganze Fabriken virtuell zu simulieren und zu optimieren, bevor sie real gebaut werden.
Audi in Neckarsulm gilt als Benchmark für KI-gesteuerte Fabriken, in denen künstliche Intelligenz Schweißnähte prüft und Wartungsbedarf voraussagt.
Auch in der Landwirtschaft findet Innovation statt, beispielsweise durch das autonome System Robotti, das Gemüse pflanzt und erntet.
3. Das Halbleiter-Cluster „Silicon Saxony“ Ein weiterer Hoffnungsträger für 2026 ist die Stärkung der europäischen Chip-Souveränität.
In Dresden entsteht mit ESMC (ein Joint Venture von TSMC, Bosch, Infineon und NXP) ein neues Werk mit einem Investitionsvolumen von über zehn Milliarden Euro.
Das Ökosystem rund um Dresden, bekannt als Silicon Saxony, umfasst über 650 Unternehmen und 20.000 Beschäftigte, die in den Bereichen Mikroelektronik und Software tätig sind.
Innovationen auf Materialebene, wie die Arbeit von Black Semiconductor an graphenbasierten Chipverbindungen, sollen Europa dabei helfen, technologisch wieder „ernsthaft mitzuspielen“.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Quellen ein Bild zeichnen, in dem Europa seine industriellen Stärken durch Digitalisierung, Automatisierung und regionale Lieferketten neu erfindet, um im globalen Wettbewerb mit den USA und China zu bestehen.
